Allgemeine Geschäftsbedingungen

Veröffentlicht20. Mai 2025
Aktualisiert22. September 2026

Stand: 22. September 2026

Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der FMD Labs GmbH, Ernst-Haeckel-Platz 5/6, 07745 Jena, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena, HRB 523255, vertreten durch die Geschäftsführung, nachfolgend „Anbieter“ genannt, und ihren Kunden („Kunde“) über die Nutzung des webbasierten SaaS-Dienstes viral.app.

Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind ausgeschlossen. Der Kunde sichert mit der Registrierung zu, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Der Anbieter kann hierfür geeignete Angaben und Nachweise verlangen (z. B. Firma, Handelsregisternummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer). Stellt sich nachträglich heraus, dass der Kunde Verbraucher ist, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Für die Nutzung von viral.app als Creator gelten die Nutzungsbedingungen für Creator.

Vertragsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden die Nutzung der Web-Anwendung viral.app über das Internet im Wege eines Software-as-a-Service (SaaS)-Modells zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt über einen Webzugang; der Anbieter kann zusätzliche Zugangswege (z. B. Programmierschnittstellen) bereitstellen.

Vertragsschluss

Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Plattform viral.app und die Annahme durch den Anbieter zustande. Alternativ kann ein Vertrag schriftlich geschlossen werden.

Der Kunde versichert, dass weder er noch die Personen, denen er Zugang gewährt, Sanktionen der Europäischen Union, der Vereinten Nationen oder der Bundesrepublik Deutschland unterliegen und dass er den Dienst nicht aus einem umfassend sanktionierten Land oder Gebiet nutzt. Andernfalls kann der Anbieter den Vertragsschluss ablehnen oder den Zugang sperren.

Leistungen des Anbieters

  • Bereitstellung der Anwendung viral.app in der aktuellen Version
  • Speicherung der vom Kunden eingegebenen Daten
  • Zugriff über das Internet; die Verfügbarkeit richtet sich nach der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“
  • Technischer Support gemäß dem jeweils gewählten Tarif

Der Anbieter behält sich vor, die Software funktional und technisch weiterzuentwickeln, sofern dies dem Kunden zumutbar ist.

Der Anbieter kann Häufigkeit, Taktung, Umfang und Zeitpunkt von Tracking, Synchronisierung, Aktualisierungen und Datenerhebung nach billigem Ermessen festlegen und ändern. Dies umfasst unterschiedliche Zeitpläne, etwa abhängig vom Alter der Inhalte, Plattform, Tarif, technischer Verfügbarkeit oder Einschränkungen von Datenquellen. Solche betrieblichen Änderungen können ohne gesonderte Mitteilung erfolgen, sofern der Kunde den Dienst weiterhin in zumutbarer Weise nutzen kann. Eine im gewählten Tarif ausdrücklich zugesagte Mindestfrequenz von Tracking, Synchronisierung oder Aktualisierung bleibt von solchen Änderungen unberührt.

Beta- und Vorschaufunktionen

Der Anbieter kann einzelne Funktionen als Beta-, Vorschau- oder experimentelle Funktionen kennzeichnen (z. B. neue KI-gestützte Funktionen). Solche Funktionen werden ohne Zusage einer bestimmten Verfügbarkeit, eines bestimmten Funktionsumfangs oder von Support bereitgestellt, können fehlerhaft sein und können jederzeit geändert oder eingestellt werden. Die Haftung richtet sich nach der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“.

Pflichten des Kunden

  • Angabe korrekter Daten bei der Registrierung
  • Geheimhaltung von Zugangsdaten
  • Nutzung nur im Rahmen des vereinbarten Umfangs und für rechtmäßige Zwecke
  • Sicherstellung der erforderlichen Rechte an den bereitgestellten oder verarbeiteten Daten
  • Keine rechtswidrigen Inhalte oder Handlungen auf der Plattform
  • Regelmäßige eigene Sicherung bzw. regelmäßiger Export wesentlicher Daten, soweit der Anbieter hierfür Funktionen bereitstellt
  • Keine automatisierten Massenabfragen, kein systematisches Auslesen (Scraping) des Dienstes oder der über ihn abrufbaren Daten und keine Überlassung des Dienstes oder seiner Ergebnisse an Dritte außerhalb des vereinbarten Nutzungsumfangs
  • Geheimhaltung der beim Anbieter hinterlegten Zugangsdaten und Berechtigungen von Drittanbietern (z. B. API-Schlüssel, OAuth-Freigaben); bei Verdacht einer Kompromittierung unverzüglicher Widerruf bzw. unverzügliche Rotation und Information des Anbieters

Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder auf der Verletzung von Rechten Dritter an den vom Kunden bereitgestellten oder verarbeiteten Daten und Inhalten beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt nicht, soweit der Kunde nachweist, dass er die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat. Der Kunde wird den Anbieter über geltend gemachte Ansprüche unverzüglich informieren und ihn bei der Verteidigung angemessen unterstützen.

Nutzungsumfang und Fair Use

Der zulässige Nutzungsumfang, insbesondere die Zahl der getrackten Accounts und Videos sowie das zulässige Abfragevolumen, richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif. Überschreitet die Nutzung des Kunden den vereinbarten Umfang erheblich oder beeinträchtigt sie die Verfügbarkeit oder Stabilität des Dienstes für andere Kunden, kann der Anbieter die betroffenen Funktionen vorübergehend drosseln. Der Anbieter wird den Kunden hierüber unverzüglich informieren und ihm eine Anpassung des Tarifs anbieten. Weitergehende Rechte des Anbieters, insbesondere die Sperrung nach der Ziffer „Zahlungsbedingungen“ sowie gesetzliche Rechte, bleiben unberührt.

Sicherheit und Integrität des Dienstes

Der Kunde nutzt den Dienst nur über die vom Anbieter bereitgestellten Oberflächen und die dokumentierten Schnittstellen. Insbesondere ist es nicht gestattet,

  • sich unbefugt Zugang zum Dienst, zu fremden Nutzerkonten oder zu Systemen des Anbieters zu verschaffen oder dies zu versuchen, Sicherheitslücken zu suchen oder auszunutzen sowie ohne vorherige Zustimmung des Anbieters in Textform Penetrationstests, Schwachstellenscans oder Lasttests durchzuführen,
  • Schadsoftware einzubringen oder den Dienst durch übermäßige Anfragen oder sonstige Eingriffe zu stören oder zu überlasten,
  • Sicherheits-, Authentifizierungs- oder Zugangskontrollen, Tarif- und Nutzungsgrenzen, Ratenbegrenzungen, Verifizierungen oder Zahlungsabläufe zu umgehen oder außer Kraft zu setzen,
  • den Dienst mit Bots, Skripten, Crawlern oder anderen automatisierten Mitteln zu nutzen oder Daten auszulesen, soweit dies nicht über die dokumentierten Schnittstellen im Rahmen des gewählten Tarifs geschieht,
  • die Software zu dekompilieren, zu disassemblieren oder auf andere Weise zurückzuentwickeln oder Quellcode, Algorithmen oder Modelle abzuleiten, soweit dies nicht nach §§ 69d, 69e UrhG zwingend erlaubt ist,
  • den Dienst, seine Inhalte oder die über ihn gewonnenen Daten und Ergebnisse zu nutzen, um ein konkurrierendes Angebot zu entwickeln, nachzubilden oder zu betreiben oder um KI-Modelle für ein solches Angebot zu trainieren,
  • personenbezogene Daten anderer Nutzer, insbesondere Kontaktdaten von Creatorn, außerhalb der dafür vorgesehenen Funktionen des Dienstes zu sammeln oder zu exportieren.

Nutzerkonten sind persönlich: Jede Person, die den Dienst für den Kunden nutzt, verwendet ein eigenes Nutzerkonto. Der Kunde legt die Berechtigungen seiner Nutzer fest, entzieht ausgeschiedenen Personen unverzüglich den Zugang und ist für die Handlungen der Personen verantwortlich, denen er Zugang gewährt. Die gemeinsame Nutzung, Weitergabe oder der Verkauf von Nutzerkonten ist nicht gestattet; die Neuzuweisung eines Zugangs bei Personalwechsel bleibt zulässig. Entdeckt der Kunde eine Sicherheitslücke, meldet er sie unverzüglich an hello@viral.app, ohne sie auszunutzen oder Dritten mitzuteilen; Meldungen in gutem Glauben sind ausdrücklich erwünscht.

Besteht eine konkrete Gefahr für die Sicherheit des Dienstes oder anderer Nutzer oder verstößt der Kunde schwerwiegend gegen diese Ziffer, kann der Anbieter den Zugang des Kunden oder einzelner Nutzerkonten ganz oder teilweise vorübergehend sperren, soweit dies zur Abwehr erforderlich ist. Er informiert den Kunden unverzüglich und hebt die Sperre auf, sobald der Grund entfallen ist. Bei weniger schwerwiegenden Verstößen gibt der Anbieter dem Kunden zuvor Gelegenheit zur Abhilfe. Der Anbieter darf Konten, die nach Identitäts-, Zahlungs- oder Auszahlungsdaten oder nach abgestimmtem Verhalten erkennbar zusammengehören, gemeinsam prüfen und Maßnahmen auf sie erstrecken. Nach einer Kündigung aus wichtigem Grund darf der Kunde ohne Zustimmung des Anbieters kein neues Konto anlegen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung und Schadensersatzansprüche bleiben unberührt.

Nutzungsrechte, Rechte an Daten und Ergebnissen

Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der Software viral.app für die Dauer des Vertrages. Handelt der Kunde als Agentur oder Dienstleister, darf er den Dienst abweichend hiervon auch zur Erbringung von Leistungen für seine eigenen Kunden nutzen, sofern er diesen keinen eigenen Zugang gewährt, sie über die Nutzung des Dienstes informiert und für deren Verhalten wie für eigenes einsteht.

Alle Rechte an den vom Kunden eingegebenen Daten und Inhalten sowie an seiner Konfiguration des Dienstes, insbesondere der Auswahl der getrackten Accounts, Kampagnen und Prompts (zusammen „Kundendaten“), verbleiben beim Kunden; Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen sind keine Kundendaten (siehe Ziffer „Datennutzung zur Serviceverbesserung“). Der Kunde räumt dem Anbieter das einfache, räumlich unbeschränkte Recht ein, für die Dauer des Vertrages sowie für die zur Abwicklung nach Vertragsende erforderliche Zeit (insbesondere Datenexport und gesetzliche Aufbewahrung) die Kundendaten zu speichern, zu vervielfältigen, zu bearbeiten, zu analysieren und an eingesetzte Dienstleister zu übermitteln, soweit dies zur Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistungen erforderlich ist.

An den vom Dienst erzeugten Auswertungen, Reports und Auszahlungsvorschlägen erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht für seine eigenen Geschäftszwecke. Alle Rechte an der Plattform selbst, insbesondere an Software, Datenmodellen, Berechnungslogiken, Methoden und Darstellungsformen, verbleiben beim Anbieter. Die Regelung unter „Datennutzung zur Serviceverbesserung“ bleibt unberührt.

Übermittelt der Kunde Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges Feedback, darf der Anbieter dieses unentgeltlich und unbeschränkt zur Weiterentwicklung seiner Leistungen nutzen; vertrauliche Informationen des Kunden dürfen dabei nicht offengelegt werden.

Zugänge sind personengebunden und dürfen nicht von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden; die Zahl der zulässigen Zugänge richtet sich nach dem gewählten Tarif. Der Kunde darf Zugänge bei Personalwechsel auf andere Personen übertragen. Der Kunde ist für alle Handlungen verantwortlich, die über die ihm zugeordneten Zugänge erfolgen.

Vergütung

Die Nutzung von viral.app erfolgt gegen eine wiederkehrende Vergütung gemäß dem vom Kunden gewählten Abonnement-Modell. Sieht der gewählte Tarif Nutzungskontingente vor (z. B. Teamplätze, getrackte Accounts oder Videos, Creator oder Credits), kann eine darüber hinausgehende Nutzung zusätzlich nach den im Dienst bzw. in der Tarifübersicht ausgewiesenen nutzungsabhängigen Preisen vergütet werden. Kostenpflichtige Credits über das im Tarif enthaltene Kontingent hinaus werden nur berechnet, wenn der Kunde dies im Dienst aktiviert hat. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

Der Kunde teilt dem Anbieter seinen Sitz und, sofern vorhanden, seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit und hält diese Angaben aktuell. Beruhen Steuernachforderungen oder Mehrkosten auf unrichtigen oder nicht aktualisierten Angaben des Kunden, trägt der Kunde diese.

Preisänderungen

Der Anbieter kann Abonnementpreise und Tarifentgelte nach billigem Ermessen (§ 315 BGB) ändern, insbesondere um Veränderungen der eigenen Kosten (z. B. für Hosting, Lizenzen, Datenbeschaffung oder Personal) weiterzugeben. Sinken diese Kosten, wird der Anbieter die Preise in gleicher Weise und im gleichen Umfang senken; maßgeblich ist jeweils die Entwicklung der Gesamtkosten. Der Anbieter wird den Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform über Preisänderungen informieren.

Für laufende Abonnements gelten Preisänderungen erst ab Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums bzw. der nächsten Verlängerungsperiode. Bei einer Preiserhöhung kann der Kunde den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung mit Wirkung zum Tag vor deren Inkrafttreten kündigen; hierauf weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Wird eine Preisänderung ausnahmsweise während eines bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam und kündigt der Kunde, erstattet der Anbieter den nicht genutzten vorausbezahlten Zeitraum anteilig. Kündigt der Kunde nicht, gilt ab dem Wirksamkeitsdatum der neue Preis.

Zahlungsbedingungen

Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus über die vom Anbieter angebotenen Zahlungsmethoden; nutzungsabhängige Entgelte werden nachträglich für den jeweiligen Abrechnungszeitraum abgerechnet. Die Zahlungsabwicklung kann über einen vom Anbieter eingesetzten Zahlungsabwickler (Merchant of Record) erfolgen; für den Zahlungsvorgang und die Rechnungsstellung gelten ergänzend dessen Bedingungen. Gerät der Kunde mit einem nicht nur geringfügigen Betrag in Zahlungsverzug, kann der Anbieter den Zugang zur Software vorübergehend sperren, nachdem er den Kunden gemahnt, ihm eine angemessene Nachfrist gesetzt und die Sperrung angekündigt hat. Die Vergütungspflicht des Kunden bleibt von der Sperrung unberührt; weitergehende gesetzliche Rechte des Anbieters bleiben vorbehalten. Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen; ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

Bevor der Kunde eine Zahlung bei seiner Bank, seinem Kartenherausgeber oder einem Zahlungsdienstleister zurückbuchen lässt oder anficht (Chargeback), wendet er sich an den Anbieter und gibt ihm angemessen Gelegenheit, in der Regel zehn Werktage, das Anliegen zu klären. Der Kunde veranlasst keine Rückbuchung autorisierter Zahlungen für Leistungen, die bereitgestellt wurden, und nutzt Rückbuchungen nicht als Ersatz für eine Kündigung oder eine Beanstandung beim Anbieter. Bei einer unberechtigten Rückbuchung trägt der Kunde die dadurch entstehenden Gebühren und Kosten, und der Anbieter kann den Zugang bis zur Klärung sperren; die Zahlungspflicht bleibt bestehen. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.

Erstattungen

Soweit in diesen AGB, insbesondere unter „Preisänderungen“, nicht ausdrücklich etwas anderes geregelt ist oder zwingendes Recht etwas anderes verlangt, sind bereits gezahlte Entgelte für viral.app nicht erstattungsfähig und werden nicht gutgeschrieben. Unberührt bleibt das Recht des Kunden zur außerordentlichen Kündigung aus einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund; in diesem Fall erstattet der Anbieter vorausbezahlte Entgelte anteilig für den Zeitraum nach Wirksamwerden der Kündigung.

Die Kündigung oder Herabstufung eines Abonnements wirkt erst zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums und begründet keinen Anspruch auf Erstattung oder Gutschrift für nicht genutzte Zeit, nicht genutzte Funktionen oder bereits abgerechnete Teilzeiträume.

Bietet der Anbieter eine kostenlose oder vergünstigte Testphase an, die sich ohne rechtzeitige Kündigung automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement umwandelt, ist der Kunde selbst dafür verantwortlich, vor Ablauf der Testphase zu kündigen. Nach Beginn des kostenpflichtigen Abonnementzeitraums erfolgt keine Erstattung allein deshalb, weil die Kündigung der Testphase vergessen wurde oder der Dienst nach der Umwandlung nicht aktiv genutzt wurde.

Auszahlungen, Berechnungen und Zahlungsdienstleister

viral.app kann leistungsbasierte Auszahlungsbeträge oder andere finanzielle Werte auf Grundlage von Analytics-Daten, Daten von Dritten oder Kundeneingaben berechnen. Diese Berechnungen sind Schätzwerte und dienen ausschließlich Informationszwecken. Der Kunde bleibt allein dafür verantwortlich, Auszahlungsbeträge oder finanzielle Daten vor der Nutzung oder Übermittlung an einen Zahlungsdienstleister zu prüfen und freizugeben. Die Freigabe durch den Kunden ist die für jede Übermittlung an einen Zahlungsdienstleister maßgebliche Weisung.

Der Anbieter ist kein Kreditinstitut, Zahlungsinstitut oder Finanzdienstleister. Der Anbieter hält, verwahrt, überträgt oder führt keine Zahlungen aus. Der Anbieter leitet lediglich vom Kunden freigegebene Auszahlungsvorschläge und die zugehörigen Daten an den vom Kunden ausgewählten Auszahlungsdienstleister weiter (zum Beispiel Talentir). Der Anbieter wird dabei ausschließlich als weisungsgebundener technischer Dienstleister des Kunden tätig und gelangt zu keinem Zeitpunkt in den Besitz von Kundengeldern. Die verbindliche Beauftragung der Auszahlung erfolgt durch den Kunden unmittelbar im System des Auszahlungsdienstleisters. Für die Auszahlungsleistungen kommt ein eigenständiges Vertragsverhältnis unmittelbar zwischen dem Kunden bzw. dem Zahlungsempfänger und dem Auszahlungsdienstleister zustande; hierfür gelten ausschließlich dessen Vertragsbedingungen. Vom Kunden hinterlegte Zugangsdaten oder erteilte Berechtigungen für den Auszahlungsdienstleister (z. B. API-Schlüssel oder OAuth-Freigaben) verwendet der Anbieter ausschließlich für die Übermittlung der freigegebenen Auszahlungsvorschläge und schützt sie durch angemessene technische Maßnahmen. Der Auszahlungsdienstleister ist allein verantwortlich für das Halten von Guthaben, die Ausführung von Zahlungen, Compliance und alle damit verbundenen Leistungen. Vorbehaltlich der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“ haftet der Anbieter nicht für Handlungen, Unterlassungen, Fehler oder Verzögerungen eines Zahlungsdienstleisters.

Creator-Marktplatz und Verträge mit Creatorn

viral.app kann Funktionen bereitstellen, über die der Kunde Creator finden, Aufträge oder Stellenangebote veröffentlichen, Bewerbungen erhalten, mit Creatorn kommunizieren und Vereinbarungen mit ihnen verwalten kann. Verträge über Leistungen von Creatorn kommen ausschließlich zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Creator zustande; der Anbieter wird nicht Vertragspartei, handelt nicht als Vertreter oder Vermittler einer Partei und schuldet weder die Leistung des Creators noch die Vergütung des Kunden. Der Kunde ist allein verantwortlich für Inhalt, Abschluss und Erfüllung dieser Verträge, einschließlich der vereinbarten Vergütung, der Rechteeinräumung an Inhalten, werberechtlicher Kennzeichnungspflichten sowie steuer-, sozialversicherungs- und arbeitsrechtlicher Einordnungen. Vom Anbieter bereitgestellte Vorlagen, Muster oder Standardtexte (z. B. für Briefings oder Vereinbarungen) sind unverbindliche Hilfsmittel und stellen keine Rechtsberatung dar. Profilangaben und Kennzahlen von Creatorn beruhen auf Angaben der Creator und auf Plattformdaten; die Ziffer „Analytics, Daten und Ergebnisse“ gilt entsprechend.

Profil- und Kontaktdaten von Creatorn, die der Kunde über den Dienst erhält, darf er ausschließlich zur Prüfung, Anbahnung, Durchführung und Abwicklung einer Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Creator verwenden. Unzulässig sind insbesondere der Export, das automatisierte Auslesen, die Weitergabe oder der Verkauf dieser Daten, ihre Anreicherung mit Daten aus anderen Quellen, ihre Nutzung für Werbung oder Massenansprache ohne Bezug zu einer konkreten Zusammenarbeit sowie die Abwerbung von Creatorn für andere Plattformen, Agenturen oder Zahlungsdienste. Kontaktdaten wie Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eines Creators werden erst freigegeben, wenn der Creator mit dem Kunden zusammenarbeitet oder sie selbst freigibt.

Lädt der Kunde Personen über den Dienst ein (z. B. per E-Mail-Adresse oder Social-Media-Handle), sichert er zu, dass er zu dieser Ansprache berechtigt ist und sie mit dem geltenden Datenschutz- und Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Eingeladene Personen nehmen erst nach eigener Registrierung teil. Der Kunde lädt keine sensiblen oder für die Funktion nicht erforderlichen Daten hoch, insbesondere keine Zahlungs- oder Bankdaten, Ausweisdaten oder Gesundheitsdaten.

Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit, Sicherheit, Kennzeichnung und Belegbarkeit seiner Produkte, Dienstleistungen und Angebote sowie der Aussagen, Skripte, Gesprächsleitfäden und Materialien, die er Creatorn vorgibt oder freigibt. Er hält die geltenden werbe-, verbraucherschutz- und jugendschutzrechtlichen sowie branchenspezifischen Vorschriften und die Regeln der Plattformen ein und veranlasst Creator nicht zu falschen, irreführenden, unbelegten oder nicht gekennzeichneten Aussagen. Stellenangebote, Kampagnen und Briefings für rechtswidrige Produkte oder Dienstleistungen, mit rechtswidrigen Aussagen oder mit unzulässiger Zielgruppenansprache sind unzulässig; altersbeschränkte Produkte dürfen nicht gezielt gegenüber Minderjährigen beworben werden. Bei Themen mit erhöhtem Risiko, etwa Glücksspiel, Alkohol, Tabak- und Nikotinprodukten, Gesundheits- und Medizinprodukten, Finanzprodukten und Kryptowerten oder politischen Inhalten, kann der Anbieter zusätzliche Angaben oder Einschränkungen verlangen und Stellenangebote ablehnen, pausieren oder entfernen.

Der Anbieter schuldet nicht, dass sich Creator bewerben, zu einem Stellenangebot passen, Vereinbarungen schließen oder ihre Leistungen erbringen, und keine bestimmten Reichweiten, Interaktionen, Umsätze oder sonstigen Ergebnisse.

Umgehungsverbot

Hat der Kunde einen Creator über den Dienst kennengelernt (z. B. über ein Stellenangebot, eine Bewerbung, eine Einladung oder die Creator-Suche), darf er während der Vertragslaufzeit und für 24 Monate nach dem ersten Kontakt über den Dienst bzw. nach der letzten über den Dienst verwalteten Zusammenarbeit mit diesem Creator, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt, ohne vorherige Zustimmung des Anbieters in Textform keine Zusammenarbeit außerhalb des Dienstes vereinbaren oder durchführen und keine Vergütung für über den Dienst angebahnte Leistungen außerhalb des Dienstes zahlen. Als Nutzung des Dienstes gilt eine Zusammenarbeit, die im Dienst verwaltet und deren Vergütung über den angebundenen Auszahlungsdienstleister ausgezahlt oder im Dienst erfasst wird. Das Verbot gilt auch für eine Umgehung über verbundene Unternehmen, Agenturen, andere Plattformen oder Zahlungsdienste. Es gilt nicht für Beziehungen, die nachweislich bereits vor dem ersten Kontakt über den Dienst bestanden.

Für jede schuldhafte unzulässige Zusammenarbeit schuldet der Kunde pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 1.000 Euro oder, falls höher, der Entgelte und Provisionen, die dem Anbieter bei einer Abwicklung über den Dienst zugeflossen wären. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass ein Schaden nicht oder wesentlich niedriger entstanden ist; dem Anbieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.

Bewertungen

Soweit der Anbieter Bewertungen oder Rezensionen ermöglicht, müssen diese auf einer tatsächlichen Zusammenarbeit über den Dienst beruhen und wahrheitsgemäß sein. Unzulässig sind gekaufte, erzwungene oder über mehrere Konten abgegebene Bewertungen, die Verknüpfung von Vergütung mit positiven Bewertungen sowie Vergeltung für kritische Bewertungen. Der Anbieter kann Bewertungen prüfen und Bewertungen, die gegen diese AGB oder geltendes Recht verstoßen, entfernen oder nicht veröffentlichen. Der Anbieter macht sich Bewertungen nicht zu eigen und prüft sie nicht auf ihre Richtigkeit.

Werbeanzeigen und Werbekonten

Verbindet der Kunde Werbekonten mit dem Dienst (z. B. bei TikTok oder Meta), ermächtigt er den Anbieter, im Rahmen der vom Kunden erteilten Berechtigungen und der von ihm festgelegten oder freigegebenen Budgets, Laufzeiten und Parameter in diesen Konten tätig zu werden, soweit dies für die vom Kunden genutzten Funktionen erforderlich ist, insbesondere Kampagnen und Anzeigen zu erstellen, zu konfigurieren, zu pausieren und auszuwerten sowie Freigaben von Creatorn für die Nutzung ihrer Inhalte (z. B. Spark-Ads-Codes oder Partnership-Ads-Berechtigungen) zu verwenden. Der Anbieter überschreitet ein freigegebenes Budget nicht bewusst.

Der Kunde behält die Kontrolle über seine Werbekonten, Budgets und Zahlungsmittel; Entgelte der Werbeplattformen stellen diese dem Kunden unmittelbar in Rechnung. Der Kunde ist verantwortlich für Inhalt und Rechtmäßigkeit seiner Anzeigen, deren Kennzeichnung, die Einhaltung der Richtlinien der Werbeplattformen, die erforderlichen Nutzungsrechte an Inhalten von Creatorn und die Beachtung widerrufener Freigaben. Nutzt der Kunde Zielgruppen- oder Kundenlisten, sichert er zu, dass er die hierfür erforderlichen Informationen erteilt, Einwilligungen eingeholt hat und über eine Rechtsgrundlage verfügt.

Der Anbieter ist nicht verantwortlich für Entscheidungen und Änderungen der Werbeplattformen, etwa Ablehnungen von Anzeigen, Einschränkungen oder Sperrungen von Konten, Änderungen von Richtlinien oder Algorithmen, Abweichungen bei der Attribution, Ausfälle oder den Widerruf von Freigaben durch Creator, und schuldet keine bestimmte Reichweite, Performance oder Rendite. Die Haftung richtet sich nach der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“.

Analytics, Daten und Ergebnisse

Analytics, Kennzahlen, Reports und sonstige Ergebnisse, einschließlich KI-gestützter Auswertungen und Antworten, basieren auf Daten von Plattformen, Drittquellen und Kundeneingaben. Diese Daten können unvollständig, verzögert, ungenau oder durch die zugrunde liegenden Quellen geändert sein. Geschuldet ist die Bereitstellung der Analysefunktionen, nicht ein bestimmtes inhaltliches Ergebnis oder die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zugrunde liegenden Drittdaten; die Haftung richtet sich nach der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“. Analytics und Ergebnisse dürfen nicht als alleinige Grundlage für geschäftliche, finanzielle oder rechtliche Entscheidungen dienen.

KI-gestützte Funktionen

Der Anbieter kann KI-gestützte Funktionen bereitstellen, etwa einen Assistenten (Copilot), Empfehlungen und Rankings von Creatorn, Zusammenfassungen sowie Entwürfe für Stellenangebote, Kampagnen, Briefings und Nachrichten. Solche Funktionen können Vorschläge machen und auf Anweisung oder nach Freigabe des Kunden Handlungen im Dienst ausführen, etwa Kampagnen und Auszahlungsregeln anlegen, Stellenangebote veröffentlichen, Creator einladen oder Nachrichten senden.

KI-Ergebnisse können unvollständig, ungenau oder anders als beabsichtigt sein. Der Kunde prüft Vorschläge vor der Freigabe, insbesondere Beträge, Auszahlungsregeln, Nachrichten und Einladungen. Eine Handlung, die auf Anweisung oder nach Freigabe des Kunden oder seiner Nutzer ausgeführt wird, einschließlich einer in den Einstellungen erteilten dauerhaften Freigabe, gilt als Handlung des Kunden. Der Kunde darf den Dienst oder angebundene KI-Assistenten nicht so einrichten, dass Bestätigungen, Freigaben oder Schutzmechanismen des Dienstes umgangen werden. KI-gestützte Funktionen erbringen keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder sonstige Fachberatung. Die Haftung richtet sich nach der Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“.

Drittanbieter-Dienste und Datenquellen

viral.app kann in Drittanbieter-Dienste und Datenquellen eingebunden sein oder sich auf diese stützen (zum Beispiel TikTok, Instagram, YouTube, Facebook, Snapchat oder Auszahlungsdienstleister). Der Anbieter hat keine Kontrolle über diese Dienste und ist nicht verantwortlich für deren Verfügbarkeit, Genauigkeit, Änderungen oder Ausfälle. Die Nutzung von Drittanbieter-Diensten unterliegt den jeweiligen Bedingungen der Drittanbieter.

Entfällt eine für den Dienst wesentliche Drittdatenquelle dauerhaft oder ändert sie ihre Bedingungen erheblich, kann der Anbieter die betroffenen Funktionen anpassen oder einstellen, soweit dies dem Kunden zumutbar ist. Wird die Nutzung des Dienstes dadurch insgesamt wesentlich eingeschränkt, sind beide Parteien berechtigt, die betroffenen Leistungen mit angemessener Frist zu kündigen; vorausbezahlte Entgelte werden in diesem Fall anteilig erstattet.

Programmierschnittstellen und KI-Konnektoren

Der Anbieter kann Programmierschnittstellen (API), Webhooks und Schnittstellen zur Anbindung von KI-Assistenten (z. B. über das Model Context Protocol) bereitstellen. Ihre Nutzung richtet sich nach dem gewählten Tarif und der jeweils aktuellen Dokumentation.

API-Schlüssel und Zugriffstoken sind jeweils an eine Organisation gebunden und vertraulich zu behandeln. Der Kunde ist für jede Nutzung über seine Zugangsdaten verantwortlich und widerruft sie bei Verdacht auf Missbrauch unverzüglich. Für Anwendungen und KI-Assistenten, die der Kunde anbindet, ist allein der Kunde verantwortlich; Daten, die er über die Schnittstellen abruft, werden auf seine Veranlassung an diese Anwendungen übermittelt, und der Anbieter ist für deren Verarbeitung, Ausgaben und Handlungen nicht verantwortlich.

Der Kunde hält die dokumentierten Nutzungsgrenzen (z. B. Anfrage- und Mengenbegrenzungen) ein und darf sie nicht umgehen. Unzulässig sind insbesondere der massenhafte Abruf oder Export von Daten über den vereinbarten Nutzungsumfang hinaus, die Weitergabe oder der Weiterverkauf des Zugangs an Dritte sowie die Nutzung der Schnittstellen zum Aufbau eines konkurrierenden Angebots.

Der Anbieter kann die Schnittstellen weiterentwickeln und ändern. Über Änderungen, die bestehende, allgemein verfügbare Funktionen inkompatibel machen oder entfernen, informiert er mit angemessenem Vorlauf, in der Regel mindestens 30 Tage vorher, es sei denn, die Änderung ist aus Sicherheitsgründen, aufgrund gesetzlicher Vorgaben oder wegen Änderungen bei Drittanbietern kurzfristig erforderlich; als Beta oder Vorschau gekennzeichnete Schnittstellen können jederzeit geändert werden. Für die Schnittstellen gilt keine über die Ziffer „Verfügbarkeit und Haftung“ hinausgehende Verfügbarkeitszusage. Der Anbieter kann Zugangsdaten sperren, wenn ein Sicherheitsrisiko, ein Missbrauch oder eine erhebliche Überschreitung der Nutzungsgrenzen vorliegt.

Über den Dienst oder die Schnittstellen gewonnene Daten und Ergebnisse dürfen ohne vorherige Zustimmung des Anbieters in Textform nicht zum Training, Feintuning oder zur Verbesserung allgemeiner KI-Modelle verwendet oder Dritten dafür überlassen werden. Zulässig bleibt die Verarbeitung durch einen angebundenen KI-Assistenten, soweit sie für die vom Kunden genutzte Funktion erforderlich ist und dessen Anbieter die Daten nicht zum Training seiner Modelle nutzt.

Datennutzung zur Serviceverbesserung

Der Anbieter darf aggregierte und anonymisierte (d. h. ohne Personenbezug im Sinne der DSGVO und ohne Rückschlussmöglichkeit auf den Kunden, dessen Geschäftsgeheimnisse oder einzelne Creator) Nutzungsdaten, Analytics-Daten und Servicemetriken verwenden, um viral.app und damit verbundene Dienste zu betreiben, zu analysieren, zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dies umfasst interne Analysen, Benchmarking und Feature-Entwicklung. Die Rechte an solchen aggregierten und anonymisierten Daten stehen dem Anbieter zu; das Recht zu ihrer Nutzung besteht auch nach Vertragsende fort. Personenbezogene Daten werden ausschließlich gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet.

Daten, die der Anbieter aus öffentlich zugänglichen Quellen der unterstützten Plattformen erhebt, sind keine Daten des Kunden. Der Anbieter darf sie unabhängig von diesem Vertrag für alle Kunden und Funktionen nutzen, insbesondere für plattformweite Auswertungen wie Trend- und Discovery-Ansichten. Nicht öffentliche Daten eines Kunden, insbesondere seine getrackten Accounts, Kampagnen, Prompts und Suchanfragen, nutzt der Anbieter nicht, um Ergebnisse für andere Kunden zu erzeugen.

Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln alle im Rahmen der Vertragsdurchführung erlangten nicht öffentlichen Informationen der anderen Partei vertraulich, insbesondere Kampagnenstrukturen, Vergütungsmodelle und Konditionen, Analyseergebnisse, technische Informationen sowie Preise und Inhalte dieses Vertrages. Sie verwenden diese Informationen ausschließlich zur Durchführung des Vertrages und machen sie nur solchen Mitarbeitenden, verbundenen Unternehmen und Dienstleistern zugänglich, die sie zur Vertragsdurchführung benötigen und die entsprechend zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.

Die Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind oder ohne Verletzung dieser Vereinbarung werden, die der empfangenden Partei bereits bekannt waren, die sie unabhängig entwickelt oder rechtmäßig von Dritten erhalten hat, oder soweit eine Offenlegung gesetzlich oder behördlich vorgeschrieben ist; im letzteren Fall informiert die offenlegende Partei die andere Partei, soweit rechtlich zulässig.

Die Vertraulichkeitspflichten bestehen für drei Jahre nach Vertragsende fort; für Geschäftsgeheimnisse im Sinne des GeschGehG gelten sie fort, solange deren Voraussetzungen vorliegen.

Verfügbarkeit und Haftung

Der Anbieter strebt eine durchschnittliche Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel an; geplante Wartungen und Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können die Verfügbarkeit reduzieren.

Der Anbieter gewährleistet nicht, dass jede einzelne geplante Synchronisierung, Aktualisierung, Importierung oder Datenerhebung erfolgreich oder zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt wird. Einzelne Läufe können wegen technischer Fehler, Wartung, Rate Limits, Änderungen an Drittanbieter-APIs, Plattformausfällen oder ähnlichen betrieblichen Gründen fehlschlagen, verspätet erfolgen oder ausfallen. Ein einzelner fehlgeschlagener, verspäteter oder ausgefallener Lauf begründet für sich genommen keinen Anspruch auf Erstattung, Gutschrift, Schadensersatz oder sonstige Ansprüche, vorbehaltlich der nachstehenden Haftungsregelungen.

Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren, ist ausgeschlossen (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB).

Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform an und beschreibt sie so, dass sie nachvollzogen werden können, insbesondere unter Angabe von Zeitpunkt, betroffener Funktion und Schritten zur Reproduktion. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist; er kann dies auch durch Bereitstellung einer zumutbaren Umgehungslösung tun, sofern die vertragsgemäße Nutzung dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

Eine Minderung kann der Kunde nur für den Zeitraum ab Zugang der Mängelanzeige geltend machen. Minderungsansprüche macht der Kunde nicht durch Kürzung laufender Zahlungen, sondern durch Rückforderung zu viel gezahlter Entgelte geltend. Die Kündigung aus wichtigem Grund wegen Nichtgewährung des vertragsgemäßen Gebrauchs setzt voraus, dass der Kunde dem Anbieter zuvor eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung gesetzt hat und diese erfolglos verstrichen ist; § 543 Abs. 3 Satz 2 BGB bleibt unberührt.

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei zwingender gesetzlicher Haftung.

Bei leicht fahrlässiger Pflichtverletzung haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt, insgesamt jedoch auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis an den Anbieter gezahlte Vergütung. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Mehrere Schadensfälle, die auf derselben Ursache oder auf mehreren gleichartigen Ursachen beruhen, gelten als ein Schadensfall; für die Berechnung der Höchstgrenze ist der Zeitpunkt des ersten Schadensfalls maßgeblich.

Vorbehaltlich der vorstehenden Regelungen haftet der Anbieter nicht für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder wirtschaftliche Entscheidungen, die auf Analytics, Reports oder Auszahlungsberechnungen beruhen.

Vorbehaltlich der vorstehenden Regelungen besteht eine Haftung für Datenverluste nicht, soweit der Schaden bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden nicht eingetreten wäre.

Schadensersatzansprüche des Kunden verjähren, außer in den Fällen unbeschränkter Haftung nach dieser Ziffer, in zwölf Monaten ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.

Laufzeit, Kündigung und Vertragsende

Verträge über kostenpflichtige Abonnements haben die im jeweiligen Tarif gewählte Laufzeit (monatlich oder jährlich) und verlängern sich jeweils um die gewählte Laufzeit, wenn sie nicht gekündigt werden. Beide Parteien können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Kündigungen bedürfen mindestens der Textform oder erfolgen über die dafür vorgesehene Funktion der Plattform.

Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden auf eine innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende gestellte Anforderung die vom Kunden eingegebenen Daten in einem gängigen, strukturierten und maschinenlesbaren Format unentgeltlich zum Export bereit. Nach Ablauf dieser Frist ist der Anbieter berechtigt, die Daten des Kunden zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

Höhere Gewalt

Keine Partei haftet für die Nichterfüllung ihrer Pflichten (mit Ausnahme von Zahlungspflichten), soweit und solange die Nichterfüllung auf höherer Gewalt beruht, etwa Naturkatastrophen, Krieg, behördlichen Maßnahmen, großflächigen Internet-, Strom- oder Cloud-Infrastrukturausfällen oder Angriffen auf IT-Systeme trotz angemessener Schutzmaßnahmen. Die betroffene Partei informiert die andere Partei unverzüglich. Dauert die Behinderung länger als 60 Tage an, kann jede Partei die betroffenen Leistungen kündigen; vorausbezahlte Entgelte werden anteilig erstattet.

Meldung rechtswidriger Inhalte und Moderation

Unzulässig sind Inhalte, die gegen geltendes Recht, Rechte Dritter oder diese AGB verstoßen. Personen und Stellen, die solche Inhalte im Dienst entdecken (z. B. in Profilen, Nachrichten oder Stellenangeboten), können sie elektronisch an hello@viral.app melden. Die Meldung sollte die Gründe, den genauen Ort des Inhalts (z. B. Link), Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person sowie die Erklärung enthalten, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig sind. Diese Adresse ist zugleich die zentrale Kontaktstelle für Behörden und Nutzer nach Art. 11 und 12 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act); die Kommunikation ist auf Deutsch und Englisch möglich.

Der Anbieter prüft Meldungen zeitnah, sorgfältig und objektiv; eine automatisierte Entscheidung ohne menschliche Prüfung findet nicht statt. Je nach Schwere kann der Anbieter Inhalte entfernen oder deren Sichtbarkeit einschränken, Funktionen beschränken oder Konten sperren. Betroffene Nutzer erhalten eine Begründung, sofern keine gesetzliche Ausnahme besteht, und können der Entscheidung per E-Mail an hello@viral.app widersprechen. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Inhalte allgemein zu überwachen.

Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen. Einzelheiten sind in der Datenschutzerklärung geregelt.

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien den Auftragsverarbeitungsvertrag des Anbieters nach Art. 28 DSGVO, der in seiner jeweils gültigen Fassung unter viral.app/de/rechtliches/avv abrufbar ist und mit Vertragsschluss Bestandteil des Vertrages wird. Die dort aufgeführten Unterauftragsverarbeiter (z. B. Hosting- und KI-Anbieter) gelten als genehmigt; der Kunde wird über Änderungen informiert und kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen.

Referenzen

Der Anbieter darf den Namen und das Logo des Kunden als Referenz auf seiner Website und in Vertriebs- und Marketingmaterialien verwenden. Der Kunde kann dem jederzeit in Textform widersprechen; der Anbieter entfernt die Nennung dann innerhalb angemessener Frist aus seinen eigenen Kanälen.

Änderung der AGB

Der Anbieter behält sich das Recht vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden spätestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als genehmigt. Im Falle eines Widerspruchs kann der Anbieter den Vertrag zum Änderungszeitpunkt kündigen; im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit danach erstattet er anteilig. Die Zustimmungsfiktion gilt nicht für Änderungen, die den Leistungskern oder das Verhältnis von Leistung und Vergütung wesentlich verändern; solche Änderungen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden. Der Anbieter weist den Kunden in der Änderungsmitteilung gesondert auf die Widerspruchsmöglichkeit, die Frist und die Bedeutung seines Schweigens hin.

Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Gerichtsstand ist Jena, sofern der Kunde Kaufmann ist.

Individuell ausgehandelte Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen mindestens der Textform; dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

Diese AGB werden in deutscher Sprache geschlossen. Fassungen in anderen Sprachen dienen ausschließlich der Information; bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen; die Zustimmung darf nicht unbillig verweigert werden. Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf ein verbundenes Unternehmen oder im Rahmen einer Umwandlung, Verschmelzung oder Veräußerung des Geschäftsbetriebs auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.