Micro-Influencer auf TikTok finden: 7 Wege und Benchmarks für die Auswahl

Sieben kostenlose und bezahlte Wege zu Micro-Influencern auf TikTok, dazu Benchmarks für Views, Engagement und Posting-Frequenz aus rund 6.500 getrackten TikTok-Accounts, die zeigen, wer sein Geld wert ist.

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Veröffentlicht26. Juni 2025
Aktualisiert3. Oktober 2026

Micro-Influencer auf TikTok findest du kostenlos, indem du in der App nach den Keywords und Hashtags deiner Nische suchst und dir anschaust, wer schon über deine Brand oder deine Konkurrenz postet. Bezahlt geht es über den Creator Marketplace in TikTok One, der Creator nach Zielgruppenland und Median-Views filtert, über Creator-Marktplätze, auf denen du einen Job ausschreibst und Creator sich bei dir bewerben, und über Influencer-Datenbanken.

Namen zu finden ist leicht, schwieriger ist die Auswahl. Deshalb haben wir rund 6.500 TikTok-Accounts mit 1.000 bis 100.000 Followern ausgewertet, die in viral.app getrackt werden (rund 630.000 Videos, gepostet von Oktober 2025 bis August 2026). Ein typischer Account mit 10.000 bis 50.000 Followern kommt auf 3.079 Views beim Median-Video, 5,8 % Engagement pro View und 3,6 Videos pro Woche. Die Followerzahl taugt als Maßstab wenig: Ein Viertel dieser Accounts holt weniger Views als ein typischer Account mit 1.000 bis 10.000 Followern.

Median-Views bei 10K bis 50K Followern
3.079
Mittlere 50 % der Accounts: 1.255 bis 9.044 Views beim Median-Video. Rund 1.500 Accounts.
Engagement pro View
5,8 %
(Likes + Kommentare + Shares) / Views, Median über die Videos eines Accounts mit 10K bis 50K Followern. Von 1K bis 100K Followern zwischen 5,5 % und 5,9 %.
10K–50K-Accounts schwächer als ein typischer 1K–10K-Account
1 von 4
Ihr Median-Video bleibt unter 1.216 Views, dem Median der Accounts mit 1K bis 10K Followern.

Was ist ein Micro-Influencer auf TikTok?

Eine offizielle Definition gibt es nicht. In diesem Guide haben Nano-Influencer 1.000 bis 10.000 Follower und Micro-Influencer 10.000 bis 100.000. Das Micro-Segment teilen wir bei 50.000, weil sich die Median-Views oberhalb von 50K ungefähr verdoppeln (3.079 gegenüber 6.132).

Creator können Projekten in TikTok One ab 1.000 Followern beitreten, wenn sie mindestens 18 sind und TikTok One in ihrem Land gestartet ist (TikTok-Hilfecenter, aktualisiert im Juli 2026). Nano-Influencer tauchen dort also auch auf. Jedes Projekt kann höhere Anforderungen setzen.

7 Wege, Micro-Influencer auf TikTok zu finden: kostenlos und bezahlt

Vier Methoden kosten nur Zeit, drei kosten Geld oder setzen ein Abo voraus. TikTok One und Job-Marktplätze zeigen nur Creator, die sich dort angemeldet haben. Datenbanken erfassen öffentliche Profile.

Wege zu TikTok-Micro-Influencern im Vergleich.
MethodeKostenGeeignet fürGrößter Haken
1. Keyword-Suche auf TikTokKostenlosNischen-Creator, die noch in keinem Tool auftauchenKeine Kennzahlen, langsam
2. Hashtag- und Sound-SeitenKostenlosCreator, die bei einem Trend oder Format mitmachenGroße Tags sind voll mit großen Accounts
  1. Deine Erwähnungen und die Partner deiner Konkurrenz
KostenlosWarme Leads, die die Kategorie kennenWenige Treffer für eine neue Brand
4. Kommentarspalten und dein „Für dich“-FeedKostenlosSehr kleine, aufstrebende CreatorBraucht die gründlichste Prüfung
5. TikTok One Creator MarketplaceKein Preis auf TikToks HilfeseitenFilter nach Zielgruppe und Median-ViewsNur Creator ab 18, die TikTok One beigetreten sind
  1. Job auf einem Creator-Marktplatz ausschreiben
viral.app 99 $/Monat + 3 % Auszahlungsgebühr; Collabstr ab 249 $/MonatBewerbungen statt KaltakquiseNur Creator auf diesem Marktplatz
7. Influencer-DatenbankenAb 199 $/Monat bei jährlicher Zahlung oder auf AnfrageLange Listen über mehrere PlattformenIhre Kennzahlen musst du trotzdem prüfen

Micro-Influencer kostenlos in der TikTok-App finden

Die kostenlosen Methoden laufen alle in der TikTok-App. Nimm dafür einen eigenen Brand- oder Arbeits-Account, damit sich die Recherche nicht mit deinem privaten Feed vermischt.

1. Such nach den Keywords deiner Nische. Tippe oben auf „Suchen“, gib einen Begriff ein und tippe noch einmal auf „Suchen“. Laut TikTok stehen die relevantesten Ergebnisse im Reiter „Top“, über Weitere Optionen › Filter grenzt du sie ein. Such nach den Formulierungen, die deine Kundschaft eintippen würde, also eher „Ordnung im WG-Zimmer“ als „Deko“. Öffne die Videos, nicht nur die Account-Liste: Ein Creator mit einem starken Video genau zu deinem Thema schlägt einen größeren Account, der es nur einmal streift.

2. Arbeite dich durch Hashtag- und Sound-Seiten. Tippe auf einen Nischen-Hashtag oder einen Sound aus deiner Kategorie, um weitere Videos damit zu sehen. Kleinere, spezifische Tags und Sounds bringen kleinere Creator nach oben. Notier dir jeden Account, der mehr als einmal zum Thema postet.

3. Fang mit Creatorn an, die schon über dich oder deine Konkurrenz posten. Such nach deinem Markennamen und nach den Namen deiner Konkurrenten. Achte auf Videos mit dem Label „Bezahlte Partnerschaft“: Creator müssen TikToks Einstellung zur Offenlegung kommerzieller Inhalte aktivieren, wenn sie eine Marke bewerben (TikTok-Hilfecenter, aktualisiert im April 2026). Diese Accounts arbeiten also schon mit Brands aus deiner Kategorie. Creator, die unbezahlt über dich posten, sind deine wärmsten Leads.

4. Lies Kommentarspalten und trainier deinen Feed. Achte unter beliebten Videos aus deiner Nische auf Leute, die durchdachte Kommentare schreiben, und tippe auf ihr Profil: Manche betreiben selbst kleine Accounts in derselben Nische. Like, kommentiere und speichere Nischen-Videos mit deinem Arbeits-Account, dann zeigt dir dein „Für dich“-Feed mehr Creator dieser Art.

  1. Schreib 10 Suchbegriffe auf

    Nimm die Wörter, die deine Kundschaft eintippt, nicht den Namen deiner Kategorie. Ergänze zwei Konkurrenznamen und deinen Markennamen.

  2. Sammle 30 bis 50 Accounts

    Aus der Suche, aus Hashtag- und Sound-Seiten und aus Kommentarspalten. Behalte nur Accounts, die mindestens zweimal zu deinem Thema gepostet haben.

  3. Kürze die Liste mit den Kennzahlen unten auf 10

    Median-Views, Engagement pro View, Views im Verhältnis zu den Followern und Posting-Frequenz. Von Hand dauert das rund 5 Minuten pro Account.

  4. Schau dir jeweils die letzten 10 Videos an

    Prüf Hook, Tonfall und ob ein Produkt natürlich hineinpasst. Erst dann nimmst du Kontakt auf.

So nutzt du den Creator Marketplace in TikTok One

Der TikTok Creator Marketplace gehört heute zu TikTok One, TikToks Creator-Plattform für Werbetreibende. Laut TikTok ist die Plattform 2024 gestartet und enthält den Creator Marketplace (TikTok for Business, 13. Mai 2026). Brands melden sich mit einem TikTok-for-Business-Konto an und müssen ihr Unternehmen verifizieren, um alle Funktionen freizuschalten.

Unter Explore creators › Creator search (in der deutschen Oberfläche „Creator-Suche“) suchst du nach Nutzername oder Keyword und filterst nach Land des Creators, Followerzahl, Sprache, Zielgruppenland, Altersgruppe und Geschlechterverteilung, Median-Views pro Video und Engagement-Rate (TikTok-Hilfecenter, aktualisiert im Juni 2026). Die KI-Suche steht nur ausgewählten Kunden zur Verfügung. Du kannst Creator auf eine Shortlist setzen und sie mit deinem Angebot zu einem Projekt einladen.

TikTok bezeichnete den Creator Marketplace im April 2023 als kostenlos. Die aktuellen Hilfeseiten zu TikTok One nennen keinen Preis. Die größte Einschränkung ist die Abdeckung: Dort erscheinen nur Creator, die TikTok One beigetreten sind, und sie müssen mindestens 18 sein.

Job ausschreiben und Bewerbungen bekommen

Creator-Marktplätze drehen die Suche um: Du schreibst den Job mit Bezahlung und Anforderungen aus, und Creator, die den Auftrag wollen, bewerben sich. Du erreichst nur Creator auf diesem Marktplatz, aber jeder Bewerber kennt deine Bezahlung und deine Bedingungen schon. Zwei Beispiele, mit Preisen laut den Anbieterseiten, Stand 2. Oktober 2026:

  • Collabstr gibt an, über 1,2 Mio. Creator zu listen. Creator über ihre Profile zu suchen und zu buchen ist kostenlos, pro Auftrag fallen 10 % Gebühr an. Um Kampagnen auszuschreiben, auf die sich Creator bewerben, brauchst du Pro für 249 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung (eine Kampagne pro Monat) oder Premium für 333 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung (unbegrenzt viele Kampagnen, 5 % Gebühr). Creator zahlen separat 15 % Gebühr. Alle Fakten: Collabstr vs. viral.app (auf Englisch).
  • viral.app betreibt in seinen bezahlten Plänen den Canvas-UGC-Marktplatz: Pro für 99 US-Dollar im Monat erlaubt 1 aktiven Job, Ultra für 299 US-Dollar 2 und Scale für 499 US-Dollar 3. Pro und Ultra kannst du 7 Tage kostenlos testen. Die Brand zahlt 3 % Auszahlungsgebühr. viral.app behält nichts von der Bezahlung der Creator ein, manche Auszahlungsmethoden wie PayPal berechnen allerdings eigene Gebühren. Mehr dazu im Abschnitt zu viral.app weiter unten.

Influencer-Datenbanken

Bezahlte Datenbanken erfassen öffentliche Profile über mehrere Plattformen und lassen dich lange Listen filtern. Damit decken sie auch Creator ab, die sich nirgends angemeldet haben. Für große Mengen sind sie am schnellsten:

  • Modash gibt an, über 380 Mio. Profile zu erfassen. Der Essentials-Plan kostet 299 US-Dollar im Monat oder 199 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung (2.388 US-Dollar) und enthält 300 Profilaufrufe pro Monat. Es gibt eine 14-tägige kostenlose Testphase. Alle Fakten: Modash vs. viral.app (auf Englisch).
  • HypeAuditor veröffentlicht keine Preise; über die Preisseite buchst du eine Demo.

Nimm die Zahlen jeder Datenbank als Ausgangspunkt und prüf die Median-Views der letzten 20 bis 30 Videos selbst. Ein einziger viraler Hit verzerrt jeden Durchschnitt.

So prüfst du einen TikTok-Micro-Influencer: Benchmarks aus rund 6.500 Accounts

Beurteile Creator nach den Views ihres Median-Videos, nicht nach Followern oder durchschnittlichen Views. Die Tabelle zeigt, was Accounts jeder Größe erreichen. Die mittleren 50 % der Accounts liegen in den Spannen in Klammern.

TikTok-Accounts mit mindestens 10 Videos, gepostet von Okt. 2025 bis Aug. 2026. Median, in Klammern die mittleren 50 % (25. bis 75. Perzentil). Quelle: viral.app-Trackingdaten, rund 6.500 Accounts, 630.000 Videos.

FollowerAccountsViews beim Median-VideoEngagement pro ViewVideos pro WocheMedian-Views in % der Follower
1K–10KRund 4.6001.216 (784–2.478)5,9 % (3,8–8,4 %)4,3 (1,9–7,5)57 % (27–110 %)
10K–50KRund 1.5003.079 (1.255–9.044)5,8 % (3,8–8,3 %)3,6 (1,8–6,6)16 % (6–44 %)
50K–100KRund 3706.132 (1.767–19.062)5,5 % (3,6–8,5 %)3,7 (1,8–7,1)9 % (2,4–28 %)
  • Follower sind ein schlechter Indikator für Views. Etwa jeder fünfte Account mit 1K bis 10K Followern (21 %) holt mit seinem Median-Video mehr Views als der typische Account mit 10K bis 50K Followern. Ein Viertel der Accounts mit 10K bis 50K Followern (24 %) liegt unter dem typischen 1K-bis-10K-Account.
  • Durchschnitte führen in die Irre. Beim typischen 10K-bis-50K-Account liegen die durchschnittlichen Views pro Video beim 5,3-Fachen des Medians, weil ein paar Hits den Schnitt nach oben ziehen. Frag nach dem Median oder rechne ihn selbst aus dem Profil aus.
  • Mit der Größe werden Hits häufiger. Der typische 10K-bis-50K-Account knackt die 10.000 Views bei etwa jedem fünften Video (22 %). Bei 1K bis 10K ist es jedes zwölfte, bei 50K bis 100K jedes dritte. Wie ein Ausreißer nach oben je nach Account-Größe aussieht, steht in Wie viele Views sind viral?.
  • Die meisten posten mehrmals pro Woche. Der typische Account postet 3,6 bis 4,3 Videos pro Woche. Mit weniger als 0,9 Videos pro Woche gehört ein Account zu den schwächsten 10 %.

Engagement pro View bleibt stabil, Engagement pro Follower sinkt

Viele Influencer-Guides behaupten, Micro-Influencer hätten viel mehr Engagement als große Accounts. Das hängt davon ab, wodurch du teilst. Das Diagramm ergänzt die Accounts oben um das Segment 100K bis 1 Mio. (rund 830 Accounts), insgesamt also rund 7.300.

Engagement pro View bleibt bei rund 6 %, Engagement pro Follower fällt auf ein Zehntel
Median-TikTok-Account nach Followerzahl. Pro View: (Likes + Kommentare + Shares) / Views, Median über seine Videos. Pro Follower: Median der Likes + Kommentare + Shares pro Video, geteilt durch die Follower.
Engagement pro View bleibt bei rund 6 %, Engagement pro Follower fällt auf ein Zehntel
Engagement pro ViewEngagement pro Follower
1K–10K5.9%3.1%
10K–50K5.8%0.8%
50K–100K5.5%0.4%
100K–1 Mio.5.7%0.3%
Quelle: viral.app-Trackingdaten, rund 7.300 TikTok-Accounts mit mindestens 10 Videos, gepostet von Okt. 2025 bis Aug. 2026 (die rund 6.500 Accounts mit 1K bis 100K Followern plus rund 830 mit 100K bis 1 Mio.). Followerzahlen Stand Okt. 2026.

Pro View binden ein Account mit 1.000 Followern und einer mit 500.000 ihre Zuschauer ungefähr gleich stark: 5,5 % bis 5,9 %. Pro Follower sehen kleine Accounts zehnmal besser aus, aber nur, weil ihre Videos einen größeren Teil ihrer Follower erreichen. Nennt ein Tool oder ein Media-Kit eine sehr hohe Engagement-Rate, prüf, ob sie auf die Follower bezogen ist. Um Creator unterschiedlicher Größe zu vergleichen, teilst du durch Views.

Checkliste: Creator prüfen

Die Benchmark-Tabelle oben zeigt die typischen mittleren 50 %. Ab wann du genauer hinschauen solltest, zeigt die Grenze der schwächsten 10 % jedes Größensegments (unten). Liegt ein Account darunter, prüf die Kommentare und das Followerwachstum und lass dir vor der Zahlung die Analytics zeigen.

Grenzen der schwächsten 10 % für TikTok-Accounts, Okt. 2025 bis Aug. 2026. Liegt ein Account darunter, prüf ihn vor der Zahlung.

FollowerViews beim Median-VideoEngagement pro ViewMedian-Views in % der FollowerVideos pro Woche
1K–10KUnter 450Unter 2,4 %Unter 14 %Unter 0,9
10K–50KUnter 680Unter 2,3 %Unter 3,3 %Unter 0,9
50K–100KUnter 800Unter 2,2 %Unter 1,2 %Unter 0,9
  1. Nimm die letzten 20 bis 30 Videos, die mindestens eine Woche alt sind

    Neuere Videos sammeln noch Views. Lass angepinnte Videos weg, das sind oft alte Hits.

  2. Ermittle die Median-Views

    Sortier nach Views und nimm das mittlere Video. Die mittleren 50 % der 10K-bis-50K-Accounts holen rund 1.300 bis 9.000 Views. Unter rund 680 gehört ein Account zu den schwächsten 10 %.

  3. Teile das Engagement durch die Views

    (Likes + Kommentare + Shares) / Views bei ein paar typischen Videos. In den drei Segmenten von 1K bis 100K Followern liegen die mittleren 50 % zwischen 3,6 % und 8,5 %. Unter rund 2,3 % gehört ein Account zu den schwächsten 10 %. Prüf dann seine Kommentare und sein Followerwachstum.

  4. Vergleiche die Median-Views mit den Followern

    Bei 10K bis 50K Followern erreichen die mittleren 50 % der Accounts mit einem Median-Video 6 % bis 44 % ihrer Followerzahl. Unter rund 3,3 % gehört ein Account zu den schwächsten 10 %. Prüf dann seine Kommentare und sein Followerwachstum.

  5. Lies die Kommentare

    Der typische Account bekommt rund 1 Kommentar pro 1.000 Views. Achte auf Fragen und persönliche Antworten, nicht nur auf Emojis.

  6. Prüf den Posting-Rhythmus

    Die mittleren 50 % der Accounts posten rund 2 bis 7 Videos pro Woche. Weniger als 0,9 pro Woche sind die schwächsten 10 %: ein Risiko, wenn du jede Woche Content brauchst.

Rechenbeispiel: ein Creator im Abgleich mit den Benchmarks

Das folgende Profil ist erfunden und zeigt nur die Methode, es ist kein echter Account. Angenommen, ein TikTok-Creator hat 28.000 Follower. Seine letzten 24 Videos, die älter als eine Woche sind, kommen im Median auf 1.900 Views und im Schnitt auf 11.000, weil ein Video 180.000 erreicht hat.

Hypothetischer TikTok-Creator mit 28.000 Followern im Vergleich zu den Benchmarks für 10K bis 50K oben.

PrüfpunktBeispiel-CreatorTypische mittlere 50 %Grenze der schwächsten 10 %
Views beim Median-Video1.9001.255–9.044Unter 680
Engagement pro View4,1 %3,8–8,3 %Unter 2,3 %
Median-Views in % der Follower6,8 %6–44 %Unter 3,3 %
Videos pro Woche31,8–6,6Unter 0,9

Der Creator liegt bei jedem Prüfpunkt über der Grenze der schwächsten 10 % und im unteren Teil der typischen Spanne. Sein Schnitt von 11.000 Views ist das 5,8-Fache des Medians und damit nah am 5,3-Fachen des typischen Accounts dieser Größe. Der Hit ist also normal und kein Warnsignal. Bezahl ihn nach dem, was ein Median-Video bringt: Ein Preis pro Video oder ein CPM-Test passt. Mit einem Pauschalhonorar auf Basis von 28.000 Followern oder 11.000 Views im Schnitt würdest du zu viel zahlen.

Für den Check auf Brand Safety und Passung schaust du dir die letzten 10 Videos des Creators an: den Ton, den Umgang mit negativen Kommentaren und wie frühere gesponserte Posts ankamen. Brauchst du Alter oder Standort der Zielgruppe, lass dir einen Screenshot der TikTok-Analytics schicken. Öffentliche Daten zeigen das nicht.

Micro-Influencer auf Instagram finden

Auf Instagram funktionieren dieselben kostenlosen Methoden: Keyword- und Hashtag-Suche, Posts, die deine Konkurrenz markieren, und das Label „Bezahlte Werbepartnerschaft“ auf Posts aus deiner Kategorie. Dazu hat Instagram einen eigenen Marktplatz.

Im Creator-Marktplatz von Instagram suchen Brands nach Creatorn und filtern nach Merkmalen von Creator und Zielgruppe. Brands treten ihm über die Meta Business Suite bei, Creator legen ein Portfolio an und bekommen Angebote in einem eigenen Ordner für Partnerschaftsnachrichten. Meta testete den Marktplatz ab 2022 in den USA und lud im Februar 2024 auch Creator und Brands in Kanada, Australien, Neuseeland, Großbritannien, Japan, Indien und Brasilien ein (Meta-Newsroom, 21. Februar 2024). Im Mai 2025 kündigte Meta an, Hook-Rate, Interaktionsrate und frühere Partner der Creator zu ergänzen, damit Brands Creator besser einschätzen können (Meta, 8. Mai 2025).

Prüf Instagram-Creator an ihren eigenen Benchmarks. Reels holen mehr Views pro Follower als TikToks, aber weniger Engagement pro View:

Instagram-Accounts mit mindestens 10 Reels, gepostet von Okt. 2025 bis Aug. 2026. Median, in Klammern die mittleren 50 %. Quelle: viral.app-Trackingdaten, rund 4.500 Accounts, 390.000 Reels.

FollowerAccountsViews beim Median-ReelEngagement pro ViewReels pro WocheMedian-Views in % der Follower
1K–10KRund 2.9002.348 (1.406–4.254)2,9 % (2,0–4,1 %)4,0 (1,6–7,4)81 % (40–155 %)
10K–50KRund 1.3005.975 (3.117–14.625)3,2 % (2,2–4,7 %)3,6 (1,7–7,1)30 % (15–69 %)
50K–100KRund 38014.591 (6.226–29.959)3,3 % (2,1–4,9 %)3,5 (1,9–7,2)20 % (9–41 %)
  • Reels erreichen einen größeren Teil der Follower. Das Median-Reel eines typischen Accounts mit 10K bis 50K Followern holt 5.975 Views, rund doppelt so viel wie der TikTok-Wert im selben Follower-Segment. TikTok-Zahlen enthalten Foto-Slideshows, Instagram-Zahlen nur Reels.
  • Übernimm nicht die Engagement-Grenzen von TikTok. Das Engagement pro View liegt bei Reels bei 2,9 % bis 3,3 %, etwa halb so hoch wie auf TikTok. Saves fehlen in unseren Daten bei den meisten Instagram-Videos und sind deshalb nicht eingerechnet. Reels bekommen weniger Likes pro 1.000 Views als TikToks (21 bis 24 gegenüber 51 bis 53), aber mehr Shares (2,5 bis 3,2 gegenüber 1,4 bis 1,8).

Wo viral.app ins Spiel kommt

viral.app ist ein Marktplatz und ein Tracker, keine Datenbank aller TikTok-Creator. Es hilft an drei Stellen:

  • Bewerbungen statt Suche. Auf dem Canvas-UGC-Marktplatz schreibst du einen Job aus (Canvas UGC, Influencer, UGC-Ads oder Creator-Manager), mit Bezahlung und Anforderungen, und Creator bewerben sich. Jede Bewerbung zeigt die Portfolio-Videos des Creators, verknüpfte Social-Accounts, Sprachen und Standort, dazu ein Probevideo, wenn du eine Bewerbungs-Challenge gestellt hast. Bewerbungen sind in jedem Plan unbegrenzt.
  • Eine sortierte Shortlist. Unter Jobs › AI Matches bekommt jeder aktive Job eine Liste der Creator, nach bester Passung zu deinem Job sortiert und jede Nacht aktualisiert. Mit Ask to Apply schickst du einem Creator dein Angebot. Die Pläne setzen zwei Grenzen: aktive Jobs (1 bei Pro, 2 bei Ultra, 3 bei Scale) und Creator, die du pro Tag einladen kannst (10, 25 und 50).
  • Prüfen und nach Leistung bezahlen. In einem bezahlten Plan fügst du ein beliebiges öffentliches TikTok- oder Instagram-Profil in die Analytics von viral.app ein und siehst für jedes Video Views, Engagement-Rate und Virality Factor (seine Views geteilt durch den Median des Accounts). Sobald du gebucht hast, bezahlst du in Kampagnen pro Video, pro 1.000 Views (CPM) oder mit View-Boni.

Die Grenzen: Der Marktplatz ist in der öffentlichen Beta und listet nur Creator, die beigetreten sind. Seine Anforderungen filtern nach dem Creator (Wohnsitzland, Sprache, Mindestalter), nicht nach dessen Zielgruppe. Für Alter und Standort der Zielgruppe nutzt du TikTok One oder den Marktplatz von Instagram, oder du bittest den Creator um einen Analytics-Screenshot.

Wenn du sie gefunden hast

Schreib eine kurze, konkrete Nachricht: Nenn ein Video, das dir gefallen hat, was du genau brauchst und was du zahlst. Unsere Vorlage für Influencer-Outreach hat Versionen für DM und E-Mail zum Kopieren. Schick vor dem ersten Video ein einseitiges Briefing; die Beispiele für ein Influencer-Briefing zeigen, was hineingehört.

So haben wir gemessen

  • Accounts: öffentliche TikTok- und Instagram-Accounts, die in viral.app getrackt werden, mit mindestens 10 Videos zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 31. August 2026 und einer Followerzahl über null. Brands, Agenturen und Creator fügen die Accounts hinzu, die sie tracken wollen: ihre eigenen, die ihrer Creator und die ihrer Konkurrenz.
  • Größensegmente: Followerzahlen Stand Oktober 2026. Eine Gegenprobe mit der medianen Followerzahl jedes Accounts im Zeitraum ergab fast dieselben Ergebnisse (TikTok-Accounts mit 10K bis 50K: 3.023 Median-Views, 5,75 % Engagement pro View, Median-Views bei 15,5 % der Follower).
  • Nur Creator: Bei den rund 170 TikTok-Accounts mit 10K bis 50K Followern, die eine Brand als einen ihrer Creator hinzugefügt hatte, kam der Median-Account auf 3.506 Views und 5,3 % Engagement pro View, nah an der Gesamtstichprobe.
  • Views beim Median-Video: für jeden Account die mediane View-Zahl seiner Videos im Zeitraum, Stand 1. Oktober 2026. Jedes Video war mindestens 30 Tage alt.
  • Engagement pro View: für jeden Account der Median von (Likes + Kommentare + Shares) / Views über seine Videos. Instagram-Saves sind nicht enthalten.
  • Engagement pro Follower: die medianen Likes + Kommentare + Shares pro Video des Accounts, geteilt durch die Follower.
  • Videos pro Woche: Videos im Zeitraum, geteilt durch die Wochen zwischen dem ersten und dem letzten Video des Accounts im Zeitraum. TikTok-Zahlen enthalten Foto-Slideshows, Instagram-Zahlen nur Reels.
  • Ausgeschlossen: Videos mit null erfassten Views, meist fehlende Daten.

Häufige Fragen

Such auf TikTok nach den Formulierungen deiner Kundschaft und öffne die Videos, schau dir Hashtag- und Sound-Seiten deiner Nische an und such nach deinem Markennamen und den Namen deiner Konkurrenz, um Creator zu finden, die schon über die Kategorie posten. Prüf dann jeden Account auf Median-Views, Engagement pro View und Posting-Frequenz.

Finde, prüfe und bezahle deine nächsten Creator

Schreib einen Job aus und lass Creator sich bewerben, prüf vor der Zahlung die Median-Views jedes Kandidaten und tracke jedes Video, sobald es online ist. Erstell einen viral.app-Account und leg los.